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Die nackende Ursula / Kopfstand der Farben


Die nackende Ursula / Kopfstand der Farben


1. Auflage

von: Klaus Möckel

7,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 15.10.2012
ISBN/EAN: 9783863941710
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 208

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Gibt es sie noch, die Gespenster, die Klaus Möckel vor Jahren in seinen satirischen Gedichten und Sprüchen aufleben ließ, die Vampire, die vom Bildschirm flattern, die Hexen, die dir den Besenstiel ins Kreuz rammen, die Poltergeister auf den Fußballplätzen, die gute Fee Frau Pille? Aber ja, daran kann überhaupt kein Zweifel sein, und wer wollte widersprechen, wenn in dem Büchlein zum Beispiel der Teufel sagt: "Das wird zum Problem für die Hölle. Die Sünder auf Erden werden nicht weniger, aber die Kohlen werden knapp."
Die Zeiten ändern sich, die bösen oder freundlichen Geister bleiben, auch wenn einige Spezies inzwischen verschwunden und dafür vielleicht andere an ihre Stelle getreten sind. Auf jeden Fall aber darf man nach wie vor erschauern, wenn man ihnen begegnet.
Genauso darf man über die Einsichten erstaunt sein, die sich ergeben, wenn man die Dinge auf den Kopf stellt, wie es der Autor in seinem zweiten Teil tut. Was würde passieren, wenn der Hering den Hai vermöbelt, die Maus die Katze frisst, zwei Kinder sich scheiden lassen, die Frau dem Mann ein Baby macht oder jemand mit einem großen Hebel die Erde aus dem Gleichgewicht brächte? Fragen, auf die Möckel Narrenweisheiten zur Antwort bereithält und Ratschläge wie: "Treib auch im Herbst ein wenig Sünde" oder "Mit 'nem bisschen guten Willen geht's schon".

INHALT:
Die nackende Ursula Gespensterballaden und Gelichtergedichte
Zum Geleit
Geist-volles Gedicht
Spuk in der Stadt
Die Kobolde
Die Poltergeister
Der Waldschrat
Die Mitternachtsgeister
Die Drachen
Gedicht von der nackenden Ursula
Gelichtergedicht
Das Lied vom Zauberkraut
Die bösen Zwerge vom Erleberg
Ballade von der hilfreichen Fee
Lied von den kleinen Teufeln
Ballade vom Geist in der Flasche
Die Vampire
Hexenballade
Wichtelmannballade
Der wilde Jäger
Ballade vom Burggeist Löll
Die Schatzgräber
Die Legende von der Mittagsfrau
Wo ist die Schlangenkönigin Ein gespenstischer Dialog
Ballade vom Mann ohne Kopf
Die Unken
Mitternachtsirrlicht
Lied von der Nixe Schilifee
Die umherirrenden Stiefel
Lied von der Dame in Weiß
Das hektische Gedicht
Kopfstand der Farben Verkehrte Gedichte
Auftakt
Die moderne Welt
Kopfstand der Farben
Schlachtfest
Die Scheidung
Kleines Lied
Mit 'nem bisschen guten Willen
Jungmädchenlied
"Tamara"
Belesenheit
Träumerei
Liebesbrief
Moderne Maler
Tragisches Gedicht
Das neue Alphabet
Narrenklugheit
Aufruhr der Elemente
Erdrutsch
Zurück zur Zukunft
Winterfreuden
Rätsel
Verkehrte Zeitung
Fahrtgedicht
Urlaubswünsche
Gold und Silber


Gibt es sie noch, die Gespenster, die Klaus Möckel vor Jahren in seinen satirischen Gedichten und Sprüchen aufleben ließ, die Vampire, die vom Bildschirm flattern, die Hexen, die dir den Besenstiel ins Kreuz rammen, die Poltergeister auf den Fußballplätzen, die gute Fee Frau Pille? Aber ja, daran kann überhaupt kein Zweifel sein, und wer wollte ...
Die nackende Ursula Gespensterballaden und Gelichtergedichte
Zum Geleit
Geist-volles Gedicht
Spuk in der Stadt
Die Kobolde
Die Poltergeister
Der Waldschrat
Die Mitternachtsgeister
Die Drachen
Gedicht von der nackenden Ursula
Gelichtergedicht
Das Lied vom Zauberkraut
Die bösen Zwerge vom Erleberg
Ballade von der hilfreichen Fee
Lied von den kleinen Teufeln
Ballade vom Geist in der Flasche
Die Vampire
Hexenballade
Wichtelmannballade
Der wilde Jäger
Ballade vom Burggeist Löll
Die Schatzgräber
Die Legende von der Mittagsfrau
Wo ist die Schlangenkönigin Ein gespenstischer Dialog
Ballade vom Mann ohne Kopf
Die Unken
Mitternachtsirrlicht
Lied von der Nixe Schilifee
Die umherirrenden Stiefel
Lied von der Dame in Weiß
Das hektische Gedicht
Kopfstand der Farben Verkehrte Gedichte
Auftakt
Die moderne Welt
Kopfstand der Farben
Schlachtfest
Die Scheidung
Kleines Lied
Mit 'nem bisschen guten Willen
Jungmädchenlied
"Tamara"
Belesenheit
Träumerei
Liebesbrief
Moderne Maler
Tragisches Gedicht
Das neue Alphabet
Narrenklugheit
Aufruhr der Elemente
Erdrutsch
Zurück zur Zukunft
Winterfreuden
Rätsel
Verkehrte Zeitung
Fahrtgedicht
Urlaubswünsche
Gold und Silber
Arbeitsmoral
Antiwerbung
Ich schäme mich
Schachpartie
Die Retroren
Meergedicht
Die Chance
Poesie
Erinnerung
Vorschlag zur Veränderung der Lage
Babette
Eine richtige Frau
Stripteas
Ehegeschichten
Verwechslungsgedicht
Das doppelte Jahr
In der Galerie verkehrter Dinge
Ratschläge von Möckel
Lied von den (Porinden)
Das verkehrte Hotel
Verdrehte Küche
Vom generösen Wetter


Klaus Möckel, der am 4. August 1934 im sächsischen Kirchberg geboren wurde, erlernte zunächst den Beruf eines Werkzeugschlossers, studierte später in Leipzig Romanistik und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Jena. Danach war er als Lektor für romanische Literatur in Berlin tätig. Beim Verlag Volk und Welt machte er sich bald einen Namen als Herausgeber, Übersetzer und Nachdichter vor allem moderner französischer Dichter. Seine 1963 veröffentlichte Dissertation hatte Möckel über den Autor des Kleinen Prinzen geschrieben: „Die Rolle der bürgerlichen Gesellschaft bei der Herausbildung von Antoine de Saint-Exupérys Weltanschauung“. Seit 1969 arbeitet der Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer als freier Autor. Seither veröffentlichte er fast 50 Bücher: Spannende Krimis, anspruchsvolle Science-Fiction-Bücher, sehr gut recherchierte historische Romane, einfühlsame Lebensberichte und wunderschöne Kinderbücher, darunter Erfolgstitel wie „Hoffnung für Dan“ und „Die Gespielinnen des Königs“ sowie die literarischen Vorlagen für die Polizeiruf-110-Folgen „Drei Flaschen Tokaier“ und „Variante Tramper“. Hinzu kommen 14 Herausgaben und 19 Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Russischen. Möckel arbeitete häufig, vor allem bei Übersetzungen, mit seiner Frau Aljonna Möckel zusammen und verfasste gemeinsam mit ihr unter dem Pseudonym Nikolai Bachnow mehrere Fortsetzungsbände zu den Märchenromanen Alexander Wolkows wie „Die unsichtbaren Fürsten“ und „Der Hexer aus dem Kupferwald“.
Ballade vom Geist in der Flasche
Ehrlich
das hätte er nicht gedacht
als man ihn damals
vor tausend Jahren
wieder zurück
in die Flasche gebracht
als man ihn listig
wieder gefangen
und sozusagen
ans Kettchen gehangen
das er noch solche
Karriere macht
Ehrlich
das hätte er nicht geglaubt
als man ihm damals
vor tausend Jahren
mit einer Finte
die Freiheit geraubt
als man ihn wieder
eingesperrt
und ihn zurück
hinter Glas gezerrt
dass er noch einmal
sein Geisterhaupt
so voller Stolz
erheben würde
dass ihm gelänge
sich derart zu mehren
dass ihn die Leute
so verehren
würden
ihm so zu
Füßen lägen
dass ihm gelänge
jede Hürde
das heißt jeden Korken
hinwegzufegen
Denn überall
ob zu Haus in der Stille
beim Tête-á-tête
zwischen Dirk und Sybille
ob in der Kneipe
beim Kumpel Beyer
Jahrestag
Wochentag
Frauentagsfeier
selbst bei dem
Autobesitzer Penasche
macht er sich mausig
der Geist in der Flasche
In Westen und Osten
Süden und Norden
wirklich er ist
eine Macht geworden
Freilich es galt
die Methoden zu ändern
nichts mehr mit
jäh aus der Flasche fahren
eitel sich plustern
urplötzlich wachsen
Schluss mit den Faxen
dem leeren Getön
und Pennälergebaren
damit kommt heut
kein Gespenst mehr an
Wer etwas will
pirscht sich vorsichtig ran
schmeichelt sich ein
streichelt gar fein
Duft in die Nase
und Kitzel der Kehle
aber mit Seele
denn mit Gefühl
kommt jeder ans Ziel
Nichts überstürzen
der Abend ist lang
Schon schallt am Tische
froher Gesang
schon stößt Herr Seibt
mit der Zunge an
einer der wenig
vertragen kann
Bei Meister König
merkt man noch wenig
doch Fräulein Ann
mit den Kulleraugen
Grübchen am Kinn
und Schüttelschnitt
singt kräftig mit
Lieder die nicht
für Kinder taugen
legt tüchtig los
setzt sich bei
Ingenieur Balk
auf den Schoß
lässt sich von ihm
an den Busen fassen
während daneben
noch immer gelassen
Meister König
den dreizehnten kippt
bis es ihn plötzlich
vom Stuhle wippt
Das ist der Geist
das ist sein Werk
nun schon ein Riese
anfangs ein Zwerg
scheinbar ein Freund
macht die Klügsten
die Kühnsten
er sich zu Diensten
wickelt sie ein
macht sie ganz klein
macht sie ganz dumm
doch alles andre
als sanft und stumm
lässt sie sich schaffen
macht sie zum Affen
wirbelt sie in der
Stube herum
macht sie zum Kind
armselig bloß
manche für eine Nacht
manche für einen Tag
manche bekommen ihn
nicht wieder los
Das ist der Geist
mächtig und groß
freundlich mitunter
doch hinterhältig
listig verführerisch
tausendfältig
regt er sich
geht auf sein Opfer los
pulvert es auf
macht es vergnügt
bis es zerschmettert
am Boden liegt
Hörst du das
höhnisch glucksende Lachen
kein Funken Mitleid
kein Funken Reue
sieht er dich dann
aus dem Rausch erwachen
rüstet bereits er
wieder aufs Neue
Nicht zu verdrängen
nicht zu besiegen
nie mehr zurück
in die Flasche zu kriegen
Da ist kein Zauberspruch
der ihn bannt
Er ist das stärkste
Gespenst im Land.
*
Auch heute noch braucht mancher Geist die Flasche,
um so richtig groß zu sein.
Ratschläge von Möckel
Schneid ab ein Stück vom Regenbogen
und nagle fest es übers Bett
Steck dir zwei grüne Meereswogen
mit weißen Kronen ans Jackett
Nimm dir das erste Blatt der Linde
und frier es für den Winter ein
Treib auch im Herbst ein wenig Sünde
es wird vielleicht erfrischend sein
Auf Trommel und Trara verzichte
gib acht
dass du mal unterliegst
Kauf dir kein Auto
kauf Gedichte
von Möckel
FALLS DU WELCHE KRIEGST!



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