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Die Hölle hat keine Hintertür


Die Hölle hat keine Hintertür

Kriminalerzählungen
1. Auflage

von: Jan Flieger

7,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 11.05.2014
ISBN/EAN: 9783863946609
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 278

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Dieses Buch präsentiert zwei spannende Kriminalerzählungen von Jan Flieger aus dem Jahre 1987. In der Titelgeschichte geht es um einen Unfall, in dessen Folge ein junger Mann noch im Krankenwagen stirbt, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Den Polizisten fallen einige Unstimmigkeiten auf. Offenbar muss ein Auto den Mann noch einige Meter mitgeschleift haben. Aber so sehr die Kriminalisten auch suchen, sie können kein Auto finden, das für diesen Umfall infrage kommt. Es scheint wie vom Erdboden verschwunden zu sein …
Die zweite Geschichte beginnt mit einer verzweifelten Frau, die sich an einem Sonnabend um11 Uhr 45 an einen Polizisten im Volkspolizeikreisamt wendet: „Meine Töchter sind weg.“ Sie habe sie am Freitag um 16 Uhr 15 mit den Fahrrädern von Friedebach nach Kleinen zum Bruder geschickt, wo sie die Nacht verbringen sollten, weil sie selbst in die Oper gehen und erst am nächsten Vormittag zurückkehren wollte. Dabei mussten die Mädchen durch den Wald fahren. Am nächsten Tag, sagte die Frau, habe sie von einer Freundin ihrer älteren Tochter gehört, dass diese nicht in der Schule gewesen seien. Ihr Bruder bestätigte am Telefon, dass ihre Töchter nicht angekommen seien und er der Meinung war, sie hätte es sich anderes überlegt und die Mädchen doch in Friedebach gelassen. Die Bewohner zweier Dörfer suchten bereits, die Funkstreife, der ABV und VP-Helfer …

INHALT:
Sie kommen zu sechst
Der Montag
Die Hölle hat keine Hintertür

LESEPROBE:
»Sie waren gar nicht weg?«
»Nein. Ich war müde, hab' mich hingehauen.«
»Und Sie hörten immer Tonband? Die ganze Zeit?«
»Ja. War's alle, hab' ich ein neues Band aufgelegt. Ich brauch' Musik, wissen Sie, so wie andere das Rauchen.«
»Sie haben nur gelegen?«
»Na, ich hab' dann auch geschnitzt.«
»Und Sie waren nicht draußen?«
»Nein. Warum auch. Holz zum Schnitzen hab' ich genug. Sie sehen's ja.«
»Ja, ja«, sagte Kellermann mit einem Blick in die Richtung, in die Winklers Finger wies.
»Um Viertel nach sieben habe ich Abendbrot gemacht«, sagte Winkler.
»Sie haben wohl keinen Freund und keine Freundin?«
»Ich bin lieber für mich.«
Kellermann lächelte. »Und kein Mädchen?«
Winkler hob die Hände. »Klappt nicht so recht. Hab' ja noch Zeit.«
»Auf dem Dorf ist es nicht so gut wie in der Stadt, Herr Winkler.«
»Da hab'n Sie recht. Zur Disco muss man ein paar Kilometer fahren. Da vergeht's einem.«
»Hat Sie jemand hier gesehen am Freitag?«
»Na, die Alte doch. Ich muss ja vorbei an ihrer Tür, wenn ich gehe und komme.
Dieses Buch präsentiert zwei spannende Kriminalerzählungen von Jan Flieger aus dem Jahre 1987. In der Titelgeschichte geht es um einen Unfall, in dessen Folge ein junger Mann noch im Krankenwagen stirbt, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Den Polizisten fallen einige Unstimmigkeiten auf. Offenbar muss ein Auto den Mann noch einige ...
Sie kommen zu sechst
Der Montag
Die Hölle hat keine Hintertür
Geboren 1941 in Berlin. Diplom-Wirtschaftsingenieur. War einer der erfolgreichsten Krimiautoren der DDR.
Theodor-Körner-Preis.
Lebt in Leipzig. Schreibt Krimis, Thriller, Kinderbücher. Übersetzung ins Chinesische, Niederländische, Russische, Tschechische und Dänische.
Zwei Krimis erschienen vor der Wende bei S. Fischer. Sein Krimi „Tatort Teufelsauge“ war ab 2006 nach der Übersetzung ins Englische durch Professor Mark Webber Lehrstoff an der Universität Toronto im Kurs „Deutsche Kriminalliteratur“.
Sein Krimi „Der Sog“ wurde 1988 verfilmt und als „Alles umsonst“ nach der Wende mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt, zuletzt 2009.
Im Jahr 2010 erschienen seine besten schwarzhumorigen Kriminalgeschichten „Dunkel ist der Weg der Rache“.
Ab Mai 2012 ist sein fesselnder Norwegen-Krimi „Auf den Schwingen der Hölle“ im Buchhandel, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie. Ein Buch mit einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale.
Nach aufwendigen Recherchen in Tokyo entstand sein Thriller „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“, der zur Buchmesse 2013 in Leipzig als ein Vorzeige-Krimi des fhl Verlages Leipzig erschien.
Teilnahme am 2. Berliner Krimimarathon 2011.
Bibliografie:
Kinderbücher
Flucht über die Anden
Das Glücksschwein und andere Taschengeldgeschichten
Der Kommissar in der Regentonne und andere Detektivgeschichten
Ein Fall für die Feriendetektive
Ein Fall für die Superspürnasen
Elf Kicker im Fußballfieber
Mutgeschichten
Der vertauschte Mittelstürmer und andere Fußballgeschichten
Das Labyrinth in den Klippen
Die Ruine der Raben
Flucht aus Montecastello
Das Labyrinth in den Klippen
Gefährlicher Vollmond
Abenteuerland
Verfolgung durch die grüne Hölle
Schatzsuche auf der Totenkopfinsel
Das Grab des Pharaos
Duell mit dem Tyrannosaurus
Krimis
Der Sog (BRD-Titel: "Ein tödliches Ultimatum")
Tatort Teufelsauge
Die Hölle hat keine Hintertür
Neuntöter
Eine Stadt sucht einen Mörder
Der graue Mann
Der Tod kam in der Mittsommernacht
Satans tötende Faust
Im Höllenfeuer stirbt man langsam
Dunkel ist der Weg der Rache
Auf den Schwingen der Hölle
Sonstiges
Polterabend
Die ungewöhnliche Brautfahrt und andere Geschichten
Das Tal der Hornissen
Die Stunde des Kondors
Die Nacht der Schnee-Eule
Sternschnuppen fängt man nicht
Wo blüht denn blauer Mohn
Geschichten in Schulbüchern verschiedener Länder (Frankreich, Schweden, Norwegen)
Geschichten in christlichen Anthologien (Marienkalender)
Fernsehfilm: Alles umsonst
»Sie waren gar nicht weg?«
»Nein. Ich war müde, hab' mich hingehauen.«
»Und Sie hörten immer Tonband? Die ganze Zeit?«
»Ja. War's alle, hab' ich ein neues Band aufgelegt. Ich brauch' Musik, wissen Sie, so wie andere das Rauchen.«
»Sie haben nur gelegen?«
»Na, ich hab' dann auch geschnitzt.«
»Und Sie waren nicht draußen?«
»Nein. Warum auch. Holz zum Schnitzen hab' ich genug. Sie sehen's ja.«
»Ja, ja«, sagte Kellermann mit einem Blick in die Richtung, in die Winklers Finger wies.
»Um Viertel nach sieben habe ich Abendbrot gemacht«, sagte Winkler.
»Sie haben wohl keinen Freund und keine Freundin?«
»Ich bin lieber für mich.«
Kellermann lächelte. »Und kein Mädchen?«
Winkler hob die Hände. »Klappt nicht so recht. Hab' ja noch Zeit.«
»Auf dem Dorf ist es nicht so gut wie in der Stadt, Herr Winkler.«
»Da hab'n Sie recht. Zur Disco muss man ein paar Kilometer fahren. Da vergeht's einem.«
»Hat Sie jemand hier gesehen am Freitag?«
»Na, die Alte doch. Ich muss ja vorbei an ihrer Tür, wenn ich gehe und komme. Die guckt immer raus. Neugierig. Sehr neugierig.«
Kellermann schritt durch das Zimmer. Auf der Couch saß eine Puppe mit blonden Haaren und einem kessen Gesicht, die Rita ähnelte.
Kellermann wies auf die Puppe.
»Nanu?«
»Das ist ein Talisman. Ich hab sie schon ewig. Von manchem trennt man sich nie. Es ist noch von Mutter.«
»Ist sie tot?«
»Ja. Ich war acht. Ein Unfall. Alle beide, wissen Sie. Vater und Mutter. Auf einen Schlag ist man allein. Wollen Sie noch was?«
»Nein«, entgegnete Kellermann und schritt zur Tür. Er blickte zu den Postern.
»Wann gingen Sie am Freitag schlafen, Herr Winkler?«
»Ich war müde. Um acht.«
»So früh?«
»Ich geh oft so früh schlafen.«
Unten klopfte Kellermann bei der Wirtin.

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