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Der Turm des Todes


Der Turm des Todes

Historische Abenteuererzählungen über drei Kontinente und die Weltmeere
1. Auflage

von: Otto Emersleben

8,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 18.04.2012
ISBN/EAN: 9783863945039
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 469

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Mittelasien, Rom, Peru, Beringstraße - in drei Kontinenten und auf den Weltmeeren liegen die Schauplätze der zehn historischen Abenteuererzählungen dieses Bandes. Entdecker, Ketzer und sturmerprobte Kapitäne sind unter ihren Helden zu finden, die Verstrickungen von brutalem Machtstreben und der Sehnsucht nach einer besseren Welt ein immer wiederkehrendes Thema.
Die Titelgeschichte erzählt vom gescheiterten Aufstand der Bewohner von Buchara unter Führung des frommen Handwerkers Machmud Tarabi gegen die mongolische Fremdherrschaft. Auch die Erzählungen um Giordano Bruno, die Weltumsegler Anson und Cook, um Sir Walter Raleigh, Semejka Deshnjow, Ulug Beg und all die anderen Kämpen sind an historische Figuren angelehnt. Doch wird nicht die Wiedergabe dessen angestrebt, was ohnehin in Geschichtsbüchern steht. Vielmehr ist der Ausgangsgedanke: wie hätte es sein können?
Das Buch erschien erstmals 1985 beim Verlag Neues Leben Berlin in der Reihe "Spannend erzählt".
Mittelasien, Rom, Peru, Beringstraße - in drei Kontinenten und auf den Weltmeeren liegen die Schauplätze der zehn historischen Abenteuererzählungen dieses Bandes. Entdecker, Ketzer und sturmerprobte Kapitäne sind unter ihren Helden zu finden, die Verstrickungen von brutalem Machtstreben und der Sehnsucht nach einer besseren Welt ein immer ...
Wie Steppengras im Wind
Der Turm des Todes
Die Sterntafeln des Ulug Beg
Der Fluch der Konquista
Flucht übers Meer
Flaggenwechsel
Sturmnacht am Großen Steinkap
Landung im Reich Mueragbutos
Der Ketzer aus Nola
1940 in Berlin-Zehlendorf geboren. Nach dem Abitur 1958 Übersiedlung in die DDR. Physikstudium in Rostock, Greifswald und Sofia (Bulgarien); dort 1964 Diplom.
Kundendiensttechniker der Filmfabrik Wolfen mit Dienstreisen in Europa und Asien, vier Jahre in Moskau.
In der Wolfener Zeit Mitarbeit im Literaturzirkel von Werner Steinberg in Dessau. Ab 1975 Veröffentlichung von historischen Abenteuergeschichten in der Heftreihe „Das Neue Abenteuer“. 1976 freischaffender Autor in Greifswald.
1977/78 Szenaristenkurs an der Filmhochschule Babelsberg.
Studienreisen: Buchara (1977), Venezuela/Peru/Cuba (1983).
USA-Aufenthalte ab 1987, seit 1992 ständig in Brunswick, Maine. 1996, 2002 und 2003 Gastdozent am dortigen Bowdoin College: "Der Wandel des Amerikabildes in der deutschen Reiseliteratur."
Reisen als Metapher für Wandel und Anderswerden ist das zentrale Thema seines Schreibens. 1993 Segelfahrt über den Atlantik. 1999 Autoreise von Küste zu Küste Nordamerikas. Und 2011 endlich: visafrei nach Hawaii.
Eine der ersten spanischen Kugeln von der Höhe des Forts San Tomé herab traf Walt in die Brust. Seine Leute hatten am Ufer gut Fuß gefasst und auch schon einiges an Tiefe gewinnen können, als sie plötzlich völlig unerwartetes Gewehrfeuer bekamen.
Nun lag der junge Raleigh an James gelehnt und betastete mit blutigen Händen seine weit klaffende Wunde.
"Ja, er ist schlau gewesen, der Fuchs Lewis", sagte er, und das Sprechen fiel ihm schon schwer. "Schlauer als wir alle zusammen... Erst meinen Vater zurücklassen. Und dann mich hierher geschickt..., an die schwächste Stelle. Sag meinem Vater bitte...
Aber weiterzureden gelang Walt Raleigh nicht. Blut stürzte aus seinem Mund, und die Augen brachen.
James ließ den Toten zu Boden gleiten. Dann musste er die Deckung verlassen, in die er Walt nach dessen Verwundung geschleppt hatte.
Der Kampfeslärm hatte inzwischen zugenommen. Noch wehrten sich die Briten und Kariben. San Tomé schien ihnen mit Händen greifbar. Als aber die spanische Festungsartillerie in den Kampf eingesetzt wurde, brach der Widerstand bald zusammen. Am Ende des ungleichen Kampfes gab auch James sich den Spaniern gefangen.
Da hatte er es nun, sein Eldorado. Bei Wasser und Brot saß er mit Leidensgefährten in den Kasematten von San Tomé. An den einstigen Glauben vom sicheren Erfolg im Traumland erinnerte nur die unvollständige Bitte des sterbenden Walt Raleigh.
Sag meinem Vater...
Wie und wann aber sollte er den Vater finden? Und was ihm sagen? Dass Sir Lewis ein falsches Spiel getrieben hat! Nicht nur mit den Kariben, sondern auch mit Walt Raleigh und mit Sir Walter selbst? Dass er sich nur deshalb aus dem Kampf um die Festung herausgehalten hatte, weil er sah, dass schon alles verloren war?
James grübelte und fand doch keine Antwort auf seine Fragen. Und er wusste niemanden, der sie ihm hätte geben können.
Niemals mehr hungern müssen..., und jetzt teilte er die Tage ein in die kurzen Augenblicke der Speisung mit karger Häftlingskost und die langen, langen Zeiten des Wartens darauf.
Da keine neuen Gefangenen zu ihnen stießen, wuchs die Gewissheit, dass Sir Lewis den Kampf abgebrochen und sie wohl auch für immer aufgegeben hatte.

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