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Das sagenhafte Schwerin


Das sagenhafte Schwerin

... anders entdecken
2. erw. Aufl.

von: Erika Borchardt, Jürgen Borchardt, Horst Schmedemann, Manfred Kubowsky

7,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 02.01.2006
ISBN/EAN: 9783931646806
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 143

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Vielleicht mögen Sie Schwerin einmal anders entdecken als in der üblichen Art. Wie wär`s, sie zusammen mit den Kindern oder Enkeln oder mit Ihren Gästen oder Gastgebern zu durchwandern? Dieses Büchlein begleitet Sie zu 26 Stätten in der Stadt, zum Schloss und dem ehemaligen Kloster, zum Dom und dem Pfaffenteich, zum Alten Friedhof und dem Ziegelsee, zur Insel Kaninchenwerder und nach Krebsförden Dorf bis hin zur Mueßer Bucht. Es verbindet dabei aber Sehenswertes mit Sagenhaftem.
Schwerin ist mit bald 850 Jahren die älteste Stadt Mecklenburgs. Nicht sehr groß, besitzt sie doch zahlreiche sehens- und erlebenswerte Stätten, Seen inmitten der Stadt und um sie herum; auf einer Insel das Schloss, dessen Einzelbauten aus fünf verschiedenen Jahrhunderten stammen; auf dem Schlachtermarkt einen Brunnen zu einem der längsten Lieder der Welt; eine bedeutende Gemäldegalerie; das weithin anerkannte Staatstheater; am Rande der Stadt zwei Dorfmuseen; Plätze und Parks zum Spielen, Bummeln und Träumen.
Dieses Buch will Sie anregen, zu jenen Stätten zu wandern, an denen vor vielen Jahren Sagenhaftes geschah – und manchmal noch geschieht… Mit Hilfe der Sagen können Sie dies in der Fantasie an den jeweiligen Orten miterleben. Sie werden erkennen: Hier waltet ein einzigartiger Geist, eine Sagengestalt mit so vielen Eigenschaften, wie sie keine andere Figur der deutschen Geistergeschichte aufweist: Der Schlossgeist Petermännchen. Und: Bei uns spukt zwar kein Nessi im Schweriner See, aber ein mindestens ebenso großes und ganz liebes Ungeheuer. Wir haben einen geheimnisvollen Schimmelreiter auf der Schelfe, einen wilden Jäger im Mueßer Wald, einen Mann ohne Kopf in Krebsförden und andere Sagengestalten.

Unser Wanderführer leitet Sie nicht allein von einem Gebäude oder Platz zum nächsten, so schön sie auch immer sein mögen, sondern er führt Sie ebenso entlang der Seen, zu Naturbadestellen und Inseln, in zwei Stadtteile, die noch Dorf sind. Weil auch dort Sagenhaftes geschah.

Kurze Erläuterungen zu den Sagenorten und Sagen weisen auf Besonderheiten hin, auf Zusammenhänge auch mit der so reichen Vergangenheit. Das Buch enthält Vorschläge für die Wanderungen. Die Schweriner werden (mit ihren Gästen) aber auch sicher eigene Wege zu den Sagenorten nehmen. Auf jeden Fall ist ein Liniennetzplan des Nahverkehrs beigefügt.

Viel Vergnügen beim (Neu)Entdecken!
Alter Garten / Museumstreppe
Der teuflische Fluch des Priesters
Schlossbrücke
Der Trompetenbläser
Ein Graubart erzählt
Ein derber Denkzettel für den Raufbold
Hauptportal
Das rostige Schwert
Der faule Soldat
Der steinerne Zwerg
Kastanienbaum
Der geschwätzige Prahlhans
Von einem gutmütigen Soldaten
Teepavillon
Das Schloss unter Wasser
Der geheimnisvolle Zwerg
Schlosskirche
Felsengrotte
Das Geheimnis der Felsengrotte
Orangerie
Der Polizist und das Petermännchen
Der berauschte Nachtwächter
Schlossgarten
Wie der kleine Schlossgeist einen großen Feldherrn
vertrieb
Wie Petermännchen General Laval und seine Leute
peinigte
Drehbrücke vom Schlossgarten zum Schloss
Alter Garten / Siegessäule
Der schwebende Geist
Blut im Rinnstein
Erde, Blut und rote Rüben
Staatskanzlei
Der Poltergeist Puck
Petermännchen pustet die Laterne aus
Die teuflische Dachluke
Schlachtermarkt
Das längste Lied der Welt?
Dom
Was treibt den Schlossgeist in den Dom?
Die grüne Glocke
Schelfkirche
Der Schimmelreiter auf der Schelfe
Das Huhn und der Karpfen
Pfaffenteich
Neckerei am Waschtag
Eine kleine unscheinbare Büste
Ziegelsee
Ein Zimmermädchen wird belohnt
Ein langer Bart bringt Erlösung
Grunthal-Platz am Hauptbahnhof
Die Nackedeis am Brunnen
Zippendorf
Die Stimme aus dem See
Ein Sandfahrer sieht das alte Schwerin
Die Glocken von Schwerin
Kaninchenwerder - die Lindwurminsel
Das Feuerloch im See
Ein Goldstück zuviel
Der habgierige Fischer
Der Fischer auf dem Lindwurm
Das Reiterhorn
Der Grabstein im See
Wald von Zippendorf nach Mueß
Ein schelmischer Bauer narrt den Wilden Jäger
Volkskundemuseum Schwerin-Mueß
Frau Wode in der Spinnstube
Reppiner Burg
Tod in der Nordsee
Fähre Mueß / Raben Steinfeld
Der Auszug der Unterirdischen aus Mecklenburg
Die goldene Wiege
Alter Friedhof
Das Gerippe vom Galgenberg
Krebsförden Dorf
Das Geldfeuer
Der Mann ohne Kopf
Erika Borchardt:
Jahrgang 1944, Diplom-Kulturwissenschaftlerin
Fachverkäuferin für Lebensmittel, als Lehramtsanwärterin kombiniertes Direkt- und Fernstudium für Mathematik und Technisches Zeichnen, danach im Kulturbereich tätig und vier Jahre Fernstudium der Kultur- und Leitungswissenschaft sowie weitere fünf Jahre Fernstudium der Kulturwissenschaft. War über ein Jahrzehnt wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schlossmuseum Schwerin. Mitbegründerin des Kulturvereins Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Autorin von wissenschaftlichen Arbeiten zur mecklenburgischen Kulturgeschichte und mehreren Erzählbüchern, vor allem mit Petermännchen-Geschichten. Daneben Hör- und Puppenspiele sowie ein Bühnenstück. Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Dr. Jürgen Borchardt.
Bibliografie:
Wie Petermännchen zu Hut und Stelzen kam
Petermännchen. Der verwunschene Prinz
Mecklenburgs Herzöge
Petermännchen. Der Poltergeist
Petermännchen. Der Schweriner Schlossgeist
Petermännchen. Der geheimnisvolle Zwerg
Der habgierige Fischer. Puppenspiel
Bei Petermännchen zu Gast. Hörspiel
Das Geheimnis der Felsengrotte
Im Paradies des Verkehrsteufels. Ein Bühnenstück für Kinder
Schloss Basthorst. Architektur und Geschichte
Das sagenhafte Schwerin
Sagenhafte Orte. Um den Schweriner See
Zwei Kahnschnecken voller Gold. Sagengeschichten aus Pinnow, Godern und Raben Steinfeld

Jürgen Borchardt
Jahrgang 1944, Dipl.-Germanist und Anglist, Dr. phil.
War Leistungssportler, Beton- und Straßenbauer. Arbeitete nach dem Hochschulstudium als Philosoph, Journalist sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Landesbibliothek Schwerin. Ehrenamtlich in der Filmklubbewegung der DDR sowie im Kulturbund tätig. Vorsitzender des Kulturvereins Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Autor und Herausgeber von Geschichten sowie literatur- und kulturhistorischer Arbeiten über Mecklenburg. Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Erika Borchardt.
Bibliografie:
Mecklenburgs Herzöge
Petermännchen. Der Schweriner Schlossgeist
Petermännchen. Der geheimnisvolle Zwerg
Zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Protokolle von Gesprächen mit Zeitzeugen aus Schwerin 1945-52
Schloss Basthorst. Architektur und Geschichte
Das sagenhafte Schwerin
Sagenhafte Orte. Um den Schweriner See
Zwei Kahnschnecken voller Gold. Sagengeschichten aus Pinnow, Godern und Raben Steinfeld
1. Alter Garten/ Museumstreppe

Wir beginnen unsere Wanderung durch das geheimnisvolle Schwerin hoch oben auf der Museumstreppe am Alten Garten. Hier haben wir einen wunderschönen Rundblick, auf das prächtige Neo-Renaissance-Theater, das altehrwürdige Prinzenpalais (auch Alexandrinenpalais genannt), das Kollegiengebäude (Residenz des Ministerpräsidenten unseres Bundeslandes), auf den Burgsee und dahinter den Schlossgarten, schließlich auf den Schweriner See (der drittgrößte in Deutschland) mit seinem Hafen und den Passagier-Schiffen. Im Verein mit dem ehrwürdigen Museum, das einem antiken Tempel ähnelt, umrahmen sie alle den großen Platz mit der hoch aufragenden Siegessäule vor uns und dem etwas seltsamen Namen Alter Garten. Das Schloss auf der Burginsel zieht unsere Blicke von Anfang an auf sich, zu Recht, hier sind wir beim Ursprung Schwerins. Und der ersten der Geheimnis umwobenen Stätten bei unserer Wanderung. Schwerin ist zwar die älteste Stadt Mecklenburgs, 1160 gegründet. Auf der Insel aber befand sich einst eine mit Erdwällen und Palisaden befestigte Burg, und die war noch zwei, drei Jahrhunderte älter. Das Schloss steht auf ihren Resten. Und ganz, ganz natürlich gab es und gibt es in solch alten Gemäuern einen Schlossgeist. Die Schweriner nennen ihn Petermännchen.


Mehr als tausend Jahre alt soll der Schlossgeist sein, manche Leute meinten sogar, das Petermännchen wäre für die Menschen, die hier schon vor zweitausend Jahren lebten, der Lichtgott gewesen. Vieles Andere wird über seine Herkunft gemutmaßt.
Eine Sage ist überliefert, wonach das Petermännchen ein verwunschener Prinz ist. Wir führen das in jene Zeit zurück, da auf der Insel die Burg stand. Schwerin, damals Zuarin (Tiergehege) genannt, bestand wahrscheinlich aus der Burg auf der Insel, einer Vorburg etwa an der Stelle des heutigen Alten Gartens und einem Tempel auf der kleinen Anhöhe, wo jetzt der Dom steht. Alles andere war Morast, Wald, Wiese oder Acker.



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