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Pfeif auf *ne Perücke


Pfeif auf *ne Perücke


1. Auflage

von: Hildegard Schumacher, Siegfried Schumacher

6,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 03.01.2015
ISBN/EAN: 9783956552298
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 214

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

„He, ihr sollt machen, dass ihr zum Fahnenappell kommt!“ Paul steht da mit dem Hund. Wohin mit ihm? Paul steckt ihn vorn in sein Blauhemd und setzt sich in Trab. Die schnelle Bewegung missfällt Arko. Für einen so kleinen Hund bellt er sehr laut. „Schschsch“, macht Paul und tätschelt ihn. Es nützt nichts. Direktor Schönkopps Gesicht rötet sich immer mehr. Nicht nur, dass sein neuer Pionierleiter in würdeloser Eile und schon wieder zu spät kommt, nein, von ihm geht auch Gebell aus. „Sie!“, faucht Direktor Schönkopp Paul an. „Wollen Sie etwa mit Hund ...?“
Paul Pommert, der neue Pionierleiter in Gamensee, hat den Kopf voller Pläne. Er will ein richtiges dolles Pionierleben auf die Beine stellen. Doch ehe alles im richtigen Topf kocht, passiert so allerlei.
INHALT:
Ohne was an sind alle Menschen gleich, sagte Paul, aber da hatte er sich geirrt.
Morgenstund hat Gold im Mund, sagte Paul, da musste er blechen.
Hunde, die bellen, beißen nicht, sagte Paul und wischte die Pfütze auf.
Mit Speck fängt man Mäuse, sagte Paul, als er das frohe Jugendleben anschob.
Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, sagte Paul, oder auch nicht.
Der Tag hat nur vierundzwanzig Stunden, sagte Paul, gib Gas, alter Junge!
Feste muss man feste feiern, sagte Paul und polierte seine Gitarre.
Alte Liebe braucht Rostschutz, sagte Paul, je öller, je döller.
Lehrer sind auch Menschen, sagte Paul, kochte den Kaffee extrastark und küsste seine Ina.
„He, ihr sollt machen, dass ihr zum Fahnenappell kommt!“ Paul steht da mit dem Hund. Wohin mit ihm? Paul steckt ihn vorn in sein Blauhemd und setzt sich in Trab. Die schnelle Bewegung missfällt Arko. Für einen so kleinen Hund bellt er sehr laut. „Schschsch“, macht Paul und tätschelt ihn. Es nützt nichts. Direktor Schönkopps Gesicht rötet sich ...
Ohne was an sind alle Menschen gleich, sagte Paul, aber da hatte er sich geirrt.
Morgenstund hat Gold im Mund, sagte Paul, da musste er blechen.
Hunde, die bellen, beißen nicht, sagte Paul und wischte die Pfütze auf.
Mit Speck fängt man Mäuse, sagte Paul, als er das frohe Jugendleben anschob.
Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, sagte Paul, oder auch nicht.
Der Tag hat nur vierundzwanzig Stunden, sagte Paul, gib Gas, alter Junge!
Feste muss man feste feiern, sagte Paul und polierte seine Gitarre.
Alte Liebe braucht Rostschutz, sagte Paul, je öller, je döller.
Lehrer sind auch Menschen, sagte Paul, kochte den Kaffee extrastark und küsste seine Ina.
Siegfried Schumacher wurde am 9. August 1926 in Oderberg/M. geboren, wo er auch die ersten vier Grundschulklassen besuchte. 1937 zogen seine Eltern nach Bad Freienwalde, wo er das Gymnasium mit dem Notabitur abschloss. 1943 wurde er zur Marine einberufen. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft wurde er Neulehrer.
Hildegard Schumacher wurde am 10. September 1925 in Eberswalde geboren. Sie besuchte die Lehrerbildungsanstalt und arbeitete seit 1964 als Lehrerin.
Hildegard und Siegfried Schumacher heirateten 1947.
Beide studierten am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig und lebten seit 1962 als freischaffende Künstler in Bad Freienwalde. Gemeinsam schrieben sie Kinder- und Jugendbücher und gründeten 1964 in Bad Freienwalde und im Bezirk Frankfurt/Oder Zirkel schreibender Schüler, die immer noch bestehen. Ihre Bücher erreichten insgesamt eine Auflage von 1,6 Millionen, in über 3 Millionen Anthologien sind Beiträge von ihnen enthalten.
Am 27. April 2003 verstarb Hildegard Schumacher.
Siegfried Schumacher lebt gemeinsam mit der Familie seiner Tochter in Bad Freienwalde und ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Die Allgemeine Förderschule Angermünde trägt seit 2003 seinen Namen.
Hidegard und Siegfried Schumacher erhielten den Alex-Wedding-Preis, den Kleist-Preis der Stadt Frankfurt/Oder und den Kunstpreis der FDJ.
Das sind die Rosen, die Ulli gesucht hat. Der Lange packt sie am Arm. „Bist du verrückt, hier wohnt Frau Prill!“
Ulli steht schon auf der Zauneinfassung, Rancherzäune sind am praktischsten.
„Und ich hatte ’ne Vier im Diktat, gibt doppeltes Theater!“
„Ph!“, sagt Ulli verächtlich. „Kannst ja abhauen!“
Das eben kann der Lange nicht. Eher wirft er sich in den Löwenkäfig,als dass er Ulli im Stich lässt. Zähneknirschend steigt er mit über den Zaun und öffnet sein Taschenmesser. Hoffentlich sitzt die Prillsche nach vorne raus!
„Die hat viel zu viel Rosen“, sagt Ulli und sucht bedachtsam die schönsten Knospen aus. Als Knospen und langstielig sind Rosen am feinsten. Der Lange schneidet. Ulli ist nicht bescheiden. „Ist allermeist genug!“, drängt er und verwünscht seine Länge. Wie ein Fernsehmast ragt er über die Rosenstöcke empor. Ulli guckt höchstens um einen halben Kopf darüber hinweg.
„Wie das duftet!“
„Du willst doch nicht etwa alle abriechen!“
Da ist es passiert. Es bellt. Der lange Rilke duckt sich sofort. Auch Ulli macht sich kleiner, bleibt aber auf Späherposten. Frau Prills schwarzer Pudel rast auf die Rosen zu. Im Haus rührt sich noch nichts. „Weg!“, zischt Ulli den Pudel an. Der ist ein gehorsames Tier. Erst als sie über den Zaun sind, traut sich der Schwarze heran, springt an den hölzernen Latten hoch und kläfft und jachtert sich ab.
„Hau ab, du Misttöle!“ Der Lange reißt Ulli samt Rosen mit in das Erlengebüsch hinein. Die Äste peitschen ihnen um die Ohren, wild rauschen die Blätter. Als sie durch sind, schmeißen sich beide lang auf die Wiese. Das Herz klopft ihnen bis zum Hals. Sie lauschen und bohren ihre Blicke in die dichte grüne Deckung, die ihnen das Geschehen auf der anderen Seite verbirgt.
„Baffi, was hast du, Baffi“, hören sie Frau Prills Stimme, und sie kommt näher. Ulli presst die Hand des Langen, dass er all ihre Fingernägel spürt. „Was ist denn, mein Kleiner, na, was hast du, mein wachsames Hündchen?“ Jetzt muss Frau Prill am Zaun stehen. „Hier ist doch gar nichts, Baffi.“ Schon wollen die beiden aufatmen, da ertönt ein durch Mark und Bein dringender Schrei. „Meine schönen Rosen!“ Wieder blafft der Köter wie verrückt. Ob die Prillsche über den Zaun klettert?
„Nicht rühren“, haucht der Lange. Wenn überhaupt Rettung, dann nur durch Totstellen. Es rappelt am Zaun. Schrecklich, dass Rancherzäune so praktisch sind! Der Lange verwandelt sich in ein einziges hochempfindliches Lauscherohr. Rappeln, Scharren. Aber Frau Prill schafft es nicht. „Na warte, wir holen Herrchen!“ Schritte, die sich eilig entfernen, Blaffen, das leiser wird.
„Abhauen!“, stößt der Lange hervor.
„Zu Königs in den Schuppen“, keucht Ulli.
Sie rennen am Erlendickicht entlang, fliegen über den kleinen Pfad, den Vater König ausgehauen hat, um auf kürzestem Weg zu seiner Angelstelle am See zu kommen, reißen die Gartenpforte auf, werfen sie hinter sich zu und hechten in den Bretterschuppen, wo sie sich in der hintersten Ecke dicht beieinander hinhocken.
Keine Sekunde zu früh, denn gerade eilt Herr Prill um die letzte Biegung des schmalen Wegs zwischen Gärten und Erlengebüsch und gewinnt Überblick bis weit hinter Königs Grundstück. Ulli und der lange Rilke hören ihn durch die hölzerne Wand schrecklich nah den kläffenden Baffi anstacheln: „Such, mein Hund, such!“

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