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Lela Hundertschön, Krokodilkind und der schusslige Zauberer Prax


Lela Hundertschön, Krokodilkind und der schusslige Zauberer Prax


1. Auflage

von: Klaus Möckel

6,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 15.12.2014
ISBN/EAN: 9783956551994
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 170

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Im schönen Land Prix, wo es noch Kobolde, Vampire und feuerspeiende Drachen gibt, lebt in einem kleinen Haus der Zauberer Tino Prax, ein lustiger Bursche mit langem Haar und großen Ohren. Da er in der Schule nicht richtig aufgepasst hat und überhaupt etwas schusslig ist, passiert es ihm oft, dass er beim Hexen etwas verwechselt. Zum Beispiel zaubert er Lela Hundertschön, die von ihm verehrt wird, Blumen in die Wohnung, die so große Büsche bilden, dass sie alle Zimmer ausfüllen. Lela muss immer wieder den Zauber-Reparaturdienst um Hilfe bitten, worüber sie sehr erzürnt ist. Sie will nichts mehr von Tino wissen und beginnt lieber ein Studium an der "Höheren Schule für Ahnenspuk".
Der Zauberer ist darüber sehr traurig, möchte gar nicht mehr leben. Doch dann beschließt er, sich einen kleinen Gefährten herbeizuhexen, einen sprechenden Hund. Aber wie vorauszusehen, bringt er wieder etwas durcheinander, und so sitzt ihm plötzlich ein kleines Krokodil gegenüber. Geschockt versucht er es loszuwerden, doch das kluge Tier hat etwas dagegen.
Krokodilkind ist unternehmungslustig und erstaunlich gewitzt, sein "Papa" möchte es schon bald nicht mehr missen. Dabei hat es die kleine Echse mit diesem Zauberer, der einen aus Versehen an die Decke klebt und sich selbst in einen Bottich hext, wirklich nicht leicht. Doch die beiden werden Freunde, und als Lela Hundertschön plötzlich verschwindet, ohne dass man weiß, weshalb und wohin, machen sie sich unverzüglich auf die Suche. Ein gefährliches Unterfangen beginnt, bei dem sie es mit wilden Hornissen, Riesenschlangen, Drachen und vor allem dem Meister aller Hexer, Wassilow Dongi, zu tun bekommen, der sich für den größten Magier im Lande Prix hält und für Lela ein schreckliches Schicksal vorgesehen hat. Doch die beiden finden auch Verbündete wie die gestrenge Schuldirektorin Tramora, die ihre ganz besonderen Gründe hat, gegen Dongi zu kämpfen, und sie wissen sich vor allem immer wieder selbst zu helfen.
Spannende Abenteuer und eine Menge Überraschungen hält diese fantasievolle Geschichte für den Leser bereit. Mit dem schussligen Zauberer Prax und seinem schlagfertigen Freund Krokodilkind hat der Autor ein Gespann geschaffen, das Kindern wie Erwachsenen ans Herz wächst.
Im schönen Land Prix, wo es noch Kobolde, Vampire und feuerspeiende Drachen gibt, lebt in einem kleinen Haus der Zauberer Tino Prax, ein lustiger Bursche mit langem Haar und großen Ohren. Da er in der Schule nicht richtig aufgepasst hat und überhaupt etwas schusslig ist, passiert es ihm oft, dass er beim Hexen etwas verwechselt. Zum Beispiel ...
Erster Teil: Die Entführung
1. Ein trauriger Zauberer
2. Die alte Truhe
3. Das Zauberbuch
4. Freunde?
5. Wo ist Lela?
6. Der geheimnisvolle Maler
7 Ein wehmütiges Lied
8. Die verschwundene Zeichnung
9. Die gläsernen Würfel
10. Ein Tor geht auf
11. Ein gefährliches Labyrinth
Zweiter Teil: Lela Hundertschön
1. Die Direktorin
2. Ein schlimmer Verdacht
3. Der Empfang
4. Ein Krokodil gibt nicht auf
5. Der Wunderspiegel
6. Wieder vereint
7. Das Geheimnis des schwarzen Panthers
8. Ein ungleicher Kampf
9. Die Schlucht
10. Die Birnen
11. Ein sonderbarer Traum
12. Die Säulen
13. Der Zauberstab
14. Die Rettung
15. Hilfe in der Not
16. Der Hexer in Hochform
17. Das Festmahl
18. Kirams Rache
19. Das Ende
Klaus Möckel, der am 4. August 1934 im sächsischen Kirchberg geboren wurde, erlernte zunächst den Beruf eines Werkzeugschlossers, studierte später in Leipzig Romanistik und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Jena. Danach war er als Lektor für romanische Literatur in Berlin tätig. Beim Verlag Volk und Welt machte er sich bald einen Namen als Herausgeber, Übersetzer und Nachdichter vor allem moderner französischer Dichter. Seine 1963 veröffentlichte Dissertation hatte Möckel über den Autor des Kleinen Prinzen geschrieben: „Die Rolle der bürgerlichen Gesellschaft bei der Herausbildung von Antoine de Saint-Exupérys Weltanschauung“. Seit 1969 arbeitet der Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer als freier Autor. Seither veröffentlichte er 50 Bücher: Spannende Krimis, anspruchsvolle Science-Fiction-Bücher, sehr gut recherchierte historische Romane, einfühlsame Lebensberichte und wunderschöne Kinderbücher, darunter Erfolgstitel wie „Hoffnung für Dan“ und „Die Gespielinnen des Königs“ sowie die literarischen Vorlagen für die Polizeiruf-110-Folgen „Drei Flaschen Tokaier“ und „Variante Tramper“. Hinzu kommen 14 Herausgaben und 19 Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Russischen. Möckel arbeitete häufig, vor allem bei Übersetzungen, mit seiner Frau Aljonna Möckel zusammen und verfasste gemeinsam mit ihr unter dem Pseudonym Nikolai Bachnow mehrere Fortsetzungsbände zu den Märchenromanen Alexander Wolkows wie „Die unsichtbaren Fürsten“ und „Der Hexer aus dem Kupferwald“.
"Du gibst also zu, mein Hufeisen gestohlen zu haben?", rief die Direktorin.
"Nicht gestohlen, nur ausgeliehen. Ich mache dir einen Vorschlag. Du legst dich jetzt wieder ins Bett, und morgen früh sprechen wir über alles. Ich weihe dich in all meine Pläne ein, zeige dir, was für wunderbare Dinge durch mich entstanden sind und noch entstehen werden. Du wirst mich verstehen und mir zustimmen. Ganz Prix wird in Verehrung zu mir aufblicken. Ich werde den Leuten Zugang zu meinem Reich gewähren und zu meinen Schätzen. Dann, wenn alles vollbracht ist, bekommst du dein magisches Werkzeug zurück."
"Und wegen deiner großartigen Pläne musstest du Jakine einsperren, Mirtal in diese Raubkatze verwandeln?"
"Du hast es also schon herausgefunden", sagte Dongi heiter, "Respekt, meine Liebe! Ja, das ließ sich leider nicht vermeiden. Um bestimmte Ziele zu erreichen, müssen bescheidene Opfer gebracht werden. Aber sieh doch, welch prächtiges Geschöpf Alma ist. Und für Jakine habe ich mir gleichfalls etwas Großartiges ausgedacht. Die Vollendung steht den beiden übrigens noch bevor."
Der Panther stieß wieder einen Klagelaut aus, der dann aber wieder in ein Fauchen überging. Dabei zeigte er erstmals drohend die scharfen Zähne.
"Lass das, Alma!" Die Miene des Hexers verfinsterte sich. "Du weißt, dass du gegen mich nichts ausrichten kannst."
"Die Vollendung", rief Tramora. "Was meinst du damit? Was hast du mit Mirtal, mit Jakine und gewiss auch mit Lela noch alles vor?"
"Lela Hundertschön wird die Krönung sein", erwiderte Dongi verzückt. "Genau darum geht es. Aber das kann ich dir nur am praktischen Beispiel erklären. Beruhige dich, Tramora, Lela bleibt, wie sie ist, ich werde sie nicht verändern. Nur das Gehäuse wird ein anderes sein."
"Das Gehäuse? Ich begreife gar nichts. Lass sie frei!"
Der Hexer wurde ungeduldig. "Du bist halsstarrig, Tramora, du willst mich nicht verstehen. Deshalb bitte ich nun nicht mehr, ich verlange, dass du wieder ins Bett gehst. Morgen früh wirst du mehr erfahren."
"Und du bist von Sinnen, Wassilow, du verletzt alle Regeln sittsamer Zauberei, die dir auch in unserer Schule beigebracht wurden. Die Zeiten, da böse und barbarische Geister Menschen in Tiere verwandelt haben, sind längst vorbei. Gib die Mädchen frei, ich sag's noch einmal. Sofort, sonst wirst du es bereuen!"
"Du willst mir drohen, Tramora?", zischte nun der Hexer. "Das soll dir schlecht bekommen. Ich wiederhole es, du bist halsstarrig und eingebildet, warst es schon immer. Wenn du nicht hören willst, musst du eben fühlen, das lehrt man in eurer Schule ja auch. Damit du zu dir findest, werde ich dich jetzt ans Bett fesseln, und du wirst bleiben, bis du dich wieder vernünftig benimmst."
Wassilow Dongi zog blitzschnell seinen Zauberstab aus dem weiten Ärmel und murmelte einige Worte. Aus dem Nichts schossen glitzernde Fäden auf die Direktorin zu und hüllten sie ein.
Tramora begriff, dass sie den Hexer zu sehr gereizt hatte, aber der Zorn über sein Verhalten hatte sie alle Gefahr vergessen lassen. In letzter Not zog sie ihre Anstecknadel aus dem Kleid. Drei Worte nur: "Hilf mir, zerschneide", und die Nadel in ihrer Hand wurde zur scharfen Klinge, die das Gespinst um sie her zerfetzte.
Schon glaubte sich die Direktorin befreit, aber Dongi schwang den Stab erneut, und kräftige Stricke umschlangen ihren Leib. Die Klinge kam nicht dagegen an.
Tramora stampfte mit dem Fuß auf - ein Donnerschlag hallte durchs Zimmer und aus dem Messer wurden zwei, drei, vier Schwerter, die sich völlig selbstständig über die Stricke hermachten, um sie zu zerstückeln. Als der Zauberer aber erneut den Stab zückte, sprang ihn unvermutet von der Seite her der Panther an, warf ihn zu Boden. Mirtal hatte allen Mut zusammengerafft und sich zum Angriff entschlossen.
Schon sah es nach einem Sieg der Direktorin und ihrer zum Panther gewordenen Schülerin aus, doch die besseren Trümpfe lagen bei Dongi. Ehe Tramora ihre Fesseln ganz gelöst hatte, und ehe Alma-Mirtal den Hexer im Genick packen konnte, hatte er sich, aus den weiten Ärmeln Blitze schleudernd, die das Tier blendeten, wieder aufgerafft. Ein Feuerstrahl traf den Panther, der gelähmt zu Boden sank. Dazu kam, dass die Kräfte der Anstecknadel aufgebraucht waren, die Schwerter stumpf wurden. Der Hexer schleuderte ein Netz aus Stahldrähten über die Direktorin, in das sie eingeschlossen wurde. Vergeblich versuchte sie sich zu befreien. Der Kampf war aus, sie verlor das Bewusstsein.
Der Hexer stieß den Panther mit der Fußspitze an, Mirtal stöhnte leise. "Gegen mich aufzubegehren", brummte er, "was für eine Frechheit. Aber du lebst, und das ist gut, ich brauche dich noch. Genau wie dich, Tramora, du wirst meinen Ruhm nach Prix tragen oder sterben." Er trat ans Bett, auf das die Direktorin zurückgesunken war, und nahm ihr die magische Anstecknadel ab. "Besser ist besser", murmelte er. Dann verließ er schnellen Schritts das Zimmer.

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