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Johann Hinrich Preßler 1718-1789


Johann Hinrich Preßler 1718-1789

Maurermeister in Ludwigslust
1. Auflage

von: Friedrich Preßler

8,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 21.12.2018
ISBN/EAN: 9783956559587
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 80

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Eine genealogische Vermessenheit und die Neugierde des Verfassers aus berufsständischer Sicht waren Beweggründe, sich näher mit der Lebenswelt eines Handwerksmeisters in der Epoche des Aufbaus der Residenz Ludwigslust, in der II. Hälfte des 18. Jahrhunderts, zu befassen.
Der aus Thüringen stammende Maurermeister Preßler war maßgeblich an der Errichtung der Stadtkirche (1765 - 1770), des Ortes und des Residenzschlosses (1771/1772 - 1776) beteiligt.
Wer Ludwigslust plante, ist bekannt. Wer das erbaute, formte und absichtsvoll gestaltete, was wir heute der frühklassizistischen Baukultur zuordnen und bewundernd betrachten, ist in einer Denkmaltopografie dieses Ortes ebenso zu würdigen.
Eine genealogische Vermessenheit und die Neugierde des Verfassers aus berufsständischer Sicht waren Beweggründe, sich näher mit der Lebenswelt eines Handwerksmeisters in der Epoche des Aufbaus der Residenz Ludwigslust, in der II. Hälfte des 18. Jahrhunderts, zu befassen.
Der aus Thüringen stammende Maurermeister Preßler war maßgeblich an der ...
Ausgangssituation und Epoche
Lebensstationen des Maurermeisters und die Familie Preßler in Ludwigslust
Maurermeister Johann Hinrich Preßler und sein Werk
Hofkirche (heutige Stadtkirche zu Ludwigslust)
Schlossbau
Maße und Materialien
Das Baureglement
Mauerziegel
Natursteine
Der Bauhof
Nachbetrachtung
Anhang
Danksagung
Weiterführende, ergänzende Literatur
Abkürzungen
Hinweis zur Benutzung von Kirchenbüchern
Bildnachweis
Personenregister
Dipl.-Ing. Bau (TU) Friedrich Preßler (Regierungsamtsrat a. D.)
Mail: presz@web.de.
Geboren 1941 in Klötze/Altmark, Zimmerer, Studium in Erfurt an der Ingenieurschule für Bauwesen Hochbau, später in Dresden an der Technischen Universität Betriebswirtschaft und Technologie im Bauwesen.
Im Kammerkollegium des Geheimen Staatsministeriums in Schwerin wurde zu dieser Zeit für das Landbauwesen zur Unterstützung der Domanial-Ämter der herzogliche Bau-Inspektor Ernst Christian August Behrens (1750?1817) vom Amt Hagenow nach Schwerin versetzt. Ab 1783 wird diese Aufgabe dann dem Landbaumeister Karl Friedrich Bentschneider († 1814, mit Stimmrecht in baufachlichen Fragen) übertragen. Von einer staatlich agierenden Bauverwaltung kann noch keine Rede sein. Neben dem bestehenden Hofbauamt Ludwigslust wurden 1809 fünf Baudistrikte festgelegt (ein Baudistrikt für sechs bis zehn Domanial-Ämter) und mit Landbaumeistern besetzt, die für Aufgaben des Landbauwesens zuständig gemacht wurden und die bei ihren Dienstreisen auch auf den privat ländlichen und städtischen Hochbau Einfluss zu nehmen hatten. Mit dem strukturellen Aufbau eines Baudepartements in Mecklenburg-Schwerin 1826 (neben dem verbliebenen Hofbauamt Ludwigslust), diesem dann nachgeordnet die Baudistrikte, erhielt der überaus fähige Oberlandbaumeister Karl Heinrich Wünsch (1779?1855) die Ernennung zum (ersten) leitenden Baubeamten in Schwerin. Es war der große Schritt in Richtung einer Staatlichen Bauverwaltung. Das vollzog sich letztendlich mit der Bildung von Ministerien, ab Ende 1849 im Finanzministerium mit der dort angesiedelten Abteilung Staatsbauten und Staatschausseen.

Preßler hat vermutlich überwiegend für das Hof-Baubüro Aufträge übernommen, das spätere Hofbauamt. Von dort kamen die Planungen und meistens die zugehörigen Kostenanschläge, vom Herzog zuvor befürwortet, zumindest teils kommentiert. Unter den großen Aufträgen für Preßler sind wahrlich die Teilhabe an den Bauvorhaben Hofkirche und das neue Residenzschloss zu nennen, abgesehen von einigen Wohngebäuden der Quartierhauszeilen Hinter dem Bassin, von Wohnhäusern um den Kirchenplatz, den ersten Zweigeschossern Am Bassin oder auch in der anfangs Großen Straße, heute Schlossstraße. Für die letztgenannten Bauvorhaben liegt die Teilhabe von Maurermeister Preßler im Dunkeln. Vorliegende Einzelrechnungen an die Hofbaudirektion sowie etliche Rechnungsbücher des Hofkabinetts geben im Wesentlichen Auskunft über Leistungen auf den Großbaustellen Hofkirche und Schloss. Herzog Friedrich will zuerst die Hofkirche bauen lassen, denn die Dorfkirche war in einem desolaten Zustand. Das Jagdschlösschen eignete sich vorerst zum Aufenthalt für sich und seinen noch kleinen Hofstaat. Für Entwurf und Ausführung der Hofkirche wurde Hofbaumeister Busch verantwortlich gemacht. Es ist davon auszugehen, dass Busch zuvor nicht nur dem Herzog Friedrich die Gestaltung der erwünschten Bauten erörterte und zur Kostenveranschlagung Stellung bezog, sondern seine Detailplanungen auch jeweils mit einigen Meistern bezüglich praktischer, gestalterischer und rentabler Umsetzung besprach.
Hofbaumeister Busch entwickelte unter Herzog Friedrich eine ungemein lebhafte Bautätigkeit. Im ersten Rechnungsbuch Einnahmen und Ausgaben zum Bau der Kirche hierselbst im Jahre 1765, Ludwigslust 1765, beginnen ab März die Eintragungen durch Kastellan Becker, kontrolliert durch den herzoglichen Bau-Inspektor J. G. Groth. Der Italiener, Maurermeister Anthonio Vanoni (Vanony), begann mit seinen Mitarbeitern nach Vorgaben von Busch den Grundbau und die Fundamentierung, die ersten Maurerleistungen und den umfangreichen Gerüstbau. Bis Ende 1766 noch mit einem geringen Umfang an Bauleistungen für die Hofkirche bedacht, wird Maurermeister Preßler ab 1767 mit einem weit größeren Leistungsumfang als Vanoni mit seinem Handwerksunternehmen bis zur Einweihung im November 1770 gelistet. Es ist anzunehmen, dass Preßler bereits 1766 der privilegierte Meistertitel nach herzoglicher Anordnung zuerkannt wurde.

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