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ICH - dann eine Weile nichts


ICH - dann eine Weile nichts


1. Auflage

von: Hans-Ulrich Lüdemann

7,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 03.12.2012
ISBN/EAN: 9783863948849
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 377

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Der Titel dieses Mädchenbuchs für Jungen scheint das Lebensmotto für die 13-Jährige Erzählerin Bärbel Fielow zu sein. Was die Schule angeht, da muss es in der Klasse immer nach ihrer Meinung gehen. Wie sagt sie immer: Noch mache ich die Ansagen! Wobei sie sich aber auch für die Schwachen unter den Mitschülern einsetzt. Wie man salopp sagt, Bärbel Fielow hat auch eine Menge um die Ohren. Zum einen ist sie mit einer älteren Schwester gesegnet, die sich kaum mit ihr abgibt. Erika konzentriert sich ganz auf ihren Freund Lutz. Das mag noch angehen, aber da ist Vadding, dessen Leben etwas aus dem Ruder gelaufen ist: es kränkt ihn, dass er aufgrund falscher Anschuldigung, er habe Republikflucht begehen wollen, in Unehren aus der Volksmarine entlassen wurde. Hinzu kommt, dass seine Ehefrau sich einem anderen Mann zugewandt hat; ausgerechnet dem Direktor der Schule, die sowohl Bärbel als auch Erika besuchen. Und um Bärbels Stress vollends zu begreifen, muss man wissen, dass der Sohn des Direktors, Hein Himmelangst, ihr Mitschüler ist. Und weil beide, Hein und Bärbel, nicht auf den Kopf gefallen sind, stehen sie in einem ständigen Wettstreit. Nicht nur was die Zensuren angeht, sondern auch wer die meisten Anhänger in der Klasse hinter sich vereint. Als Bärbel eine Ferienfahrt organisiert, versucht Hein im Verein mit seiner Clique, das Unternehmen zu torpedieren. Achtung erwirbt seine Widersacherin allerdings, als sie ihm gesteht, dass am Hochzeitstag ein Stein durch die Scheibe in die Wohnung Himmelangst geflogen war, von Bärbel Fielow geschleudert aus Protest gegen den Weggang der Mutter. Kurioserweise gewinnt Bärbel in einem Preisausschreiben eine Reise im so genannten Freundschaftszug ans Asowsche Meer. Und weil sie seit Jahren mit einer sowjetischen Dolmetscherin befreundet ist, die auf der Volkswerft arbeitet – Soja stand ihr auch bei, als das Mädchen von der ersten Regel überrascht wurde - kann Bärbel aufgrund der Russisch-Kenntnisse im Ferienlager zu großer Form auflaufen. Leider kann das Mädchen sich nicht mit dem Verhalten der Erwachsenen in der FDJ-Leitung abfinden. Obwohl vieles in der unmittelbaren Umgebung ganz offensichtlich im Argen liegt, singen jene ein Loblied auf alles und jedes in der Sowjetunion. Für Bärbel Fielow ist das Betrug an der ansonsten hoch gehaltenen Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Am 30.9.1979 wurde der gleichnamige DEFA-Fim im 2. Programm des DDR-Fernsehens urgesendet.
Der Titel dieses Mädchenbuchs für Jungen scheint das Lebensmotto für die 13-Jährige Erzählerin Bärbel Fielow zu sein. Was die Schule angeht, da muss es in der Klasse immer nach ihrer Meinung gehen. Wie sagt sie immer: Noch mache ich die Ansagen! Wobei sie sich aber auch für die Schwachen unter den Mitschülern einsetzt. Wie man salopp sagt, ...
Hans-Ulrich Lüdemann (Pseudonym John U. Brownman mit Co-Autor Hans Bräunlich) wurde am 4. Oktober 1943 in Greifswald geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studium der Sportwissenschaften, Psychologie, Pädagogik und Germanistik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität im vorpommerschen Greifswald.
Von 1966 bis 1969 arbeitete er beim Verlag Junge Welt Berlin. Danach war er freischaffend tätig als Journalist, TV-Kameramann und Schriftsteller.
1977 erlitt Hans-Ulrich Lüdemann einen Unfall als Reservist während seiner NVA-Wehrpflicht, der ihn zeitlebens in den Rollstuhl zwingt.
Er ist Autor von 20 Hörspielen für Kinder und Erwachsene, desgleichen sind 26 Buchtitel von ihm erschienen. Als wichtigstes Werk gilt sein autobiographisch geprägter Roman Der weiße Stuhl. Hans-Ulrich Lüdemann hat sich auch als Szenarist von TV-Filmen ausgewiesen. Schreiben ist für ihn Therapie. Seiner physischen und psychischen Stärkung dienten seit 1992 über zwei Dutzend Aufenthalte in Dänemark, Reisen nach San Francisco, Zypern, Toronto, Guernsey, Kapstadt, Florida, Dubai, Sydney und Singapur ...
Glückliche Rollstuhl-Tage in Kalifornien fanden ihren Niederschlag in San Francisco and so on Happy Rolliday I. Ein Reise-Essay zu Südafrika trägt den Titel Kapstadt und so weiter Happy Rolliday II. Das dritte Buch über eine Reise im Oktober 2002 mit dem Titel Florida and so on Happy Rolliday III erschien Januar 2005. Ein viertes Reise-Essay Dubai-Sydney-Singapur und so weiter Happy Rolliday IV schloss 2005 die Reihe Happy Rolliday ab.
Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt nahezu eine Million Exemplare.
Mitgliedschaften: SV der DDR 1974, VS 1990; IG Medien 1990.
1973 Hörspielpreis des DDR-Rundfunks, 1977 Kunstpreis des DTSB, 1982 Preis für Kinder- und Jugendliteratur des Kulturministeriums der DDR.
„Ich weiß, wie wir das machen", flüstert Ingo. Obwohl niemand in der Nähe ist, spricht er so leise, dass ich kaum was verstehe. „Das Toilettenfenster ist immer offen. Im dritten Stock. Wegen der Lüftung wohl. Von da komme ich in den Flur ..."
„Die Tür vom AG-Raum ist aber abgeschlossen", sage ich ebenso leise. Als würden wir belauscht werden.
„Das Schloss ist für einen Handwerker Mumpitz", wehrt Ingo ab. „Über das Baugerüst klettere ich hoch. Du bleibst unten hinter dem Rüsthölzerhaufen. Dass du dich ja nicht muckst, verstanden!"
„Verstanden", gebe ich zurück. Plötzlich ist mir kalt. Auf den Armen spüre ich Gänsehaut. Wenn das bloß gut geht! Wird schon schiefgehen. Diesen Satz sage ich schnell dreimal hintereinander. Das wird helfen.
„Den Zähler!"
Ich hole den schwarzen Kasten aus der Jackentasche. Ingo knöpft sein Hemd auf und verbirgt das Gerät an der Brust. Dann nimmt er mit den Augen Maß und hechtet hoch an das untere Laufgitter. Den Rückschwung nutzt er aus, um sich aufzustemmen. Fabelhafte Leistung. Dann verzieh ich mich hinter die übriggebliebenen Pfosten und Bretter des Baugerüsts. Ab und an höre ich von oben Ingos Schritte. Die Planken knarren laut. So laut, scheint mir, dass in diesem Augenblick jemand in der zweiten Querstraße horchend stehenbleibt.
Ich sehe das vor mir: Wie der Mann den Schritt nicht zu Ende führt, ein Bein schwebt in der Luft, den Kopf hocherhoben, Hals gereckt, dann auf dem stehenden Fuß kehrtmacht und zur nächsten Telefonzelle. Die Polizei alarmieren. Einbruch im Pionierhaus. Kommen Sie schnell ...
Ich zucke zusammen. Das ist keine Phantasie mehr. Da kommt wirklich jemand. Gibt sich aber keine Mühe, die Schritte zu dämpfen. Ich beuge mich ein wenig nach vorn. Und zucke sofort hinter den Holzstapel zurück. Das gibt es doch nicht! Hausmeister Mach ist es! Muss er ausgerechnet jetzt nach Hause kommen? Steif wie eine Baulatte stehe ich da. Verfolge mit den Augen den Hausmeister. Seltsam, er scheint mit jemandem zu sprechen. Obwohl er allein geht.
„War heute wieder mal richtig gemütlich in der Stumpfen Ecke, was? Und Frauchen wird gar nicht hören, dass wir so spät nach Hause kommen, was?"
Es fiept plötzlich, und ich begreife, dass Hausmeister Mach seinen Dackel Tasso an der Leine führt. Auch das noch! Wo Dackel doch so eine feine Nase haben.
„Still, Tasso! Kriegst sonst nie wieder ein Bierchen von Herrchen. Weckst Frauchen auf!"
Ich halte die Luft an. Das Knurren wird lauter. Tasso muss etwas wittern. Gleich wird er anspringen und sich von der Leine reißen. Mich ins Hosenbein beißen. Hausmeister Mach kommt hinterher. - Alles ist aus. Mann o Mann, hätte ich bloß nicht ...
„Gottsdonner!", flüstert Hausmeister Mach aufgeregt. Und ich höre es, das Knarren des Fensterflügels. Ingo klettert auf das Gerüst. Er hat Mach nicht bemerkt. Tasso beginnt wie ein Verrückter zu kläffen. Jetzt ist es oben ruhig. Was wird Ingo tun?
„Da klettert ja einer!", brüllt Hausmeister Mach plötzlich. Aber seine heisere Stimme wird von Tassos Bellen übertönt. „Gib Obacht, Tasso! Dass du den nicht entwischen lässt! Herrchen ruft die Polizei. Im Pionierhaus klauen. Schweinerei!" Mit kurzen schnellen Schritten läuft Herr Mach ins Haus. Über mir poltert es laut.

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