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Ein mörderischer Dreh


Ein mörderischer Dreh

Detektei Rote Socke, Band 2
Detektei Rote Socke, Band 2 1. Auflage

von: Hans-Ulrich Lüdemann

7,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 31.10.2012
ISBN/EAN: 9783863948610
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 258

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Gestatten Sie: Mein Name ist Mildred Sox, Diplom-Kriminalistin. Ich bin also diejenige, die aufgrund besonderer Lebensumstände aus dem Polizeidienst gefeuert wurde und demzufolge geradezu eine Privatdetektei gründen musste …
Ich war sichtlich irritiert, als die Frau meines Ex-Geliebten KHK Edwin Roeder um Beistand für ihren Schwiegersohn bat. Kay Denkert besitzt eine Anlage-Firma. Unbekannte haben den Mittdreißiger überfallen, zwei Tage später wird er Opfer eines Mordanschlages. Rechtsmediziner können zwar den komplizierten Tatvorgang klären, Hinweise zum Täter haben auch sie nicht. Ich ermittelte also gegen einen Gläubiger, befragte alle drei Geschäftspartner des Denkert. Ich werde mehrmals bedroht, weil ich nichtsdestoweniger diesen kniffligen Fall weiter verfolge. Eine heiße Spur führt in die USA und ich muss klären, was die angebliche Lebensmittelvergiftung eines aidskranken ehemaligen Sheriffs in Lyme mit Denkerts Firma zu tun hat. Schließlich gelingt es mir, bereits geplante Morde zu verhindern bzw. dass ein millionenschwerer Coup auffliegt. Bleibt aber dennoch die Frage – wer hat Kay Denkert ermordet? Des Rätsels überraschende Lösung findet sich buchstäblich erst auf den letzten Seiten ...
Das Buch erschien erstmals 2001 in der DIE-Reihe (Delikte, Indizien, Ermittlungen) im Verlag DAS NEUE BERLIN.
Gestatten Sie: Mein Name ist Mildred Sox, Diplom-Kriminalistin. Ich bin also diejenige, die aufgrund besonderer Lebensumstände aus dem Polizeidienst gefeuert wurde und demzufolge geradezu eine Privatdetektei gründen musste …
Ich war sichtlich irritiert, als die Frau meines Ex-Geliebten KHK Edwin Roeder um Beistand für ihren Schwiegersohn bat. ...
Hans-Ulrich Lüdemann (Pseudonym John U. Brownman mit Co-Autor Hans Bräunlich) wurde am 4. Oktober 1943 in Greifswald geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studium der Sportwissenschaften, Psychologie, Pädagogik und Germanistik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität im vorpommerschen Greifswald.
Von 1966 bis 1969 arbeitete er beim Verlag Junge Welt Berlin. Danach war er freischaffend tätig als Journalist, TV-Kameramann und Schriftsteller.
1977 erlitt Hans-Ulrich Lüdemann einen Unfall als Reservist während seiner NVA-Wehrpflicht, der ihn zeitlebens in den Rollstuhl zwingt.
Er ist Autor von 20 Hörspielen für Kinder und Erwachsene, desgleichen sind 26 Buchtitel von ihm erschienen. Als wichtigstes Werk gilt sein autobiographisch geprägter Roman Der weiße Stuhl. Hans-Ulrich Lüdemann hat sich auch als Szenarist von TV-Filmen ausgewiesen. Schreiben ist für ihn Therapie. Seiner physischen und psychischen Stärkung dienten seit 1992 über zwei Dutzend Aufenthalte in Dänemark, Reisen nach San Francisco, Zypern, Toronto, Guernsey, Kapstadt, Florida, Dubai, Sydney und Singapur ...
Glückliche Rollstuhl-Tage in Kalifornien fanden ihren Niederschlag in San Francisco and so on Happy Rolliday I. Ein Reise-Essay zu Südafrika trägt den Titel Kapstadt und so weiter Happy Rolliday II. Das dritte Buch über eine Reise im Oktober 2002 mit dem Titel Florida and so on Happy Rolliday III erschien Januar 2005. Ein viertes Reise-Essay Dubai-Sydney-Singapur und so weiter Happy Rolliday IV schloss 2005 die Reihe Happy Rolliday ab.
Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt nahezu eine Million Exemplare.
Mitgliedschaften: SV der DDR 1974, VS 1990; IG Medien 1990.
1973 Hörspielpreis des DDR-Rundfunks, 1977 Kunstpreis des DTSB, 1982 Preis für Kinder- und Jugendliteratur des Kulturministeriums der DDR.
Meine Linke suchte jetzt krampfhaft Halt, damit ich mehr Widerstand leisten konnte. Die Scham, die mir Hände und Knie bereiteten, aktivierte noch einmal alle Muskeln. Eher zufällig drückte ich den Zigarettenanzünder nach unten. Ich krümmte meinen Rücken, um das Schwein nach Möglichkeit gegen das Wagendach zu drücken. Als ich annehmen konnte, dass der Zigarettenanzünder seine Betriebstemperatur erreicht hatte, ließ ich mich ruckartig fallen. Der über mir verlor sein Gleichgewicht und stützte sich impulsiv neben meinen Kopf ab. Mit allerletzter Kraft drückte ich die rotglühende Heizwendel auf die tätowierte Rückhand. Es stank nach verbranntem Fleisch. Als ich spürte, dass der Kerl vor Schmerzen brüllend wegtaumelte, kam ich hoch, um ihm nachzusetzen.
Während meiner Kriminalistenausbildung war ich Trägerin eines Schwarzen Gürtels – das Knirschen beim Brechen seines Nasenbeins registrierte ich wie nebenbei. Der ausgekugelte Arm hing Sekunden später als überflüssiges Pendel herab. Mein Knie stieß absichtsvoll dorthinein, womit man es mir, um im Jargon solcher Dreckstypen zu reden, hatte besorgen wollen. Seinen ausgestreckten Hals vor den Augen, schlugen beide Handkanten jetzt parallel mit aller Kraft zu. Die Blutversorgung zum Kopf war kurzzeitig unterbrochen und sein Körper sackte lautlos in sich zusammen. Hilflos am Boden liegend, begann er zu kotzen. Es kostete mich viel Überwindung, nicht mit der Schuhspitze kräftig nachzutreten.
Ich wandte mich voller Ekel ab. Den Fehler von vorhin vermeidend, ging ich schwer atmend und auf leicht zittrigen Beinen zur Beifahrerseite, um mein Handy aus dem Handschuhfach zu holen. Nachdem ich Biersichlers Nummer gewählt hatte und auf eine Verbindung wartete, schaute ich übers Wagendach.
„Verdammter Scheiß!“
Der Sauhund war nicht mehr da! Er hatte seinen K.o. nur simuliert. Warum hatte ich ihn nicht krankenhausreif geschlagen! Mein Gespräch mit der Meyer-Eggersdorf über Denkert kam mir in den Sinn: Hatte sie nicht auch davon gesprochen, dass es in unserer Zivilisation durchaus Menschen gäbe, die diese Bezeichnung nicht verdienten? Die nichts als Unkraut seien und mit der Wurzel ausgerottet werden müssten? Zumindest hier und jetzt würde ich das unbesehen unterschreiben!
Biersichler meldete sich nicht. Vielleicht war es auch besser, sich Erklärungen und Details zu ersparen. Mir blieb ja noch genügend Zeit, ihn in Kenntnis zu setzen. Meine Zigarette in der einen Hand und den Zigarettenanzünder in der anderen, versuchte ich logisch zu denken. Als erstes würde ich meinen Zigarettenanzünder vergolden lassen. Weil mich dieser Einfall belustigte, nahm ich an, psychisch das Gröbste überstanden zu haben. Die wichtigste Frage war, wer trug die Verantwortung für diese Eskalation?

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