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Manuel und der Waschbär


Manuel und der Waschbär


1. Auflage

von: Martin Meißner

3,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 01.12.2011
ISBN/EAN: 9783863942656
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 83

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Manuel wohnt in einem Kinderheim, umsorgt von verständnisvollen Erziehern. Und doch: Das Heim ist nicht sein Zuhause. Dort gibt es die lebenslustige Mutter. Besonders als ihr neuer Partner in der Familie lebt, fühlt sich der Junge geborgen. Mehr als es ein leiblicher Vater kann, kümmert er sich um den Jungen. Als der Mann
eines Tages wortlos davon geht, versteht Manuel das nicht. Auf seine Weise versucht er mit den bitteren Erfahrungen fertig zu werden. Das geht nicht gut.
Aus Angst vor neuen Enttäuschungen wird er immer mehr zum Einzelgänger. Das ändert sich auch nicht, als er im Kinderheim lebt. Selbst dem freundlichen Sprachheillehrer gelingt es nicht, sein Vertrauen zu gewinnen, so sehr er sich auch bemüht. Manuel schwänzt den Unterricht. Sitzen sich Lehrer und Schüler einmal gegenüber, so schweigen sie meistens. Der Junge lässt sich kein Wort entlocken.
Doch eines Tages bricht er sein Schweigen und fragt den Lehrer, ob er auch die Sprache der Tiere beherrscht. Verblüfft rettet sich der Lehrer zunächst in eine Lüge. So erfährt er, warum Manuel unbedingt mit einem Tier sprechen muss.
„Manuel und der Waschbär“ ist eine Erzählung, in der ein Junge durch Erlernen und somit mit Hilfe der Sprache seinen Freund rettet.
Manuel wohnt in einem Kinderheim, umsorgt von verständnisvollen Erziehern. Und doch: Das Heim ist nicht sein Zuhause. Dort gibt es die lebenslustige Mutter. Besonders als ihr neuer Partner in der Familie lebt, fühlt sich der Junge geborgen. Mehr als es ein leiblicher Vater kann, kümmert er sich um den Jungen. Als der Mann
eines Tages wortlos ...
Martin Meißner:
Geboren 1943 in Lockstedt bei Klötze – Altmark. Nach dem Abitur und dem Studium in Leipzig Fachlehrer in Diesdorf/Altmark, Burg bei Magdeburg und Klötze. Für Meißners literarische Arbeiten ist besonders seine langjährige Erfahrung als Lehrer an einer Sonderschule von Bedeutung. Bis zu seinem Ruhestand unterrichtete Meißner an der Förderschule für Lernbehinderte Klötze. Außerdem arbeitete er als Bohrarbeiter, Binnenschiffer, Landarbeiter, war freischaffender Schriftsteller, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Klötze und Sozialamtsleiter. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Bibliografie
Die Pferdediebe von Seberitz, Kinderbuch, 1972, Berlin, Kinderbuchverlag
Die Schlacht auf dem Kapaunsee, Kinderbuch, 1974, Berlin, Kinderbuchverlag
Allein über den Fluss, Kinderbuch, 1982, Berlin, Kinderbuchverlag
Manuel und der Waschbär, Kinderbuch, 1983, Berlin, Kinderbuchverlag (und 1995, Magdeburg, Verlag Blaue Äpfel)
Flammenvogel, Kinderbuch, 1984, Berlin, Kinderbuchverlag
Die Flöte mit dem Wunderton, Kinderbuch, 1987, Berlin, Kinderbuchverlag
Quasselzwerg Luise, Kinderbuch, 1995, Magdeburg, Verlag Blaue Äpfel
Was Nonnemann in der Hose hat, Satiren, 2001, Oschersleben, dr.ziethen verlag
Lena oder Einen Bullen beißt man nicht, Jugendbuch, 2002, Halle projekte verlag
Eine Cola für ein Kaiserreich, Kinderbuch, 2003, Halle projekte verlag
Die Entdeckung des Nichts, Erzählungen, 2008, Halle, projekte verlag
Blutholz, Kriminalroman, 2011, Kremkau, Block-Verlag
Angebote für Lesungen:
Kindergarten, 1. und 2. Klasse: Quasselzwerg Luise, Entstehung eines Buches
3. - 4. Klasse ( auch 4.- 6.Klasse Sonderschule): Manuel und der Waschbär
7. - 9. Klasse: Lena oder Einen Bullen beißt man nicht
Erwachsene (auch 11. - 12. Klasse): Was Nonnemann in der Hose hat, Die Entdeckung des Nichts, Blutholz (Kriminalroman)
Wieder waren Eier aus den Nestern gestohlen.
Frau Bohndiek kniete auf dem Fußboden vor der Hühnerstalltür. "Es muss ein Tier sein", sage sie. "Hier sind Spuren von einem Tier."
Kai und Ricardo rannten hin. Manuel sah aus dem Fenster zu.
"Hier auch!", rief Kai. "Und hier! Und hier! Und hier!"
Auf einem Maulwurfshügel war eine Tatze ganz deutlich abgedrückt. Sogar die Krallen und die glatten Vertiefungen der Ballen.
"Welches Tier macht so eine Spur?", fragte die Frau die beiden Jungen.
Ricardo zuckte die Schultern.
Kai ließ sich wie Frau Bohndiek auf die Knie nieder und verfolgte die Spur. Dabei senkte er den Kopf bis dicht an den Boden. So sah er aus wie ein Polizeihund, der den Fluchtweg eines Verbrechers verfolgt.
"Es war ein Luchs, Frau Bohndiek", sagte er mit sicherer Stimme. Neulich hatten sie von Frau Rehfeld eine spannende Jagdgeschichte gehört. Da kam ein Luchs drin vor. Ein tapferes und sehr kluges Tier.
Frau Rehfeld hatte die Abbildung hochgezeigt. Ein lauerndes Tier auf einem Ast. Das hatte Kai sehr gefallen. Seitdem wünschte er sich, einem Luchs zu begegnen.
"Gibt es denn bei uns Luchse?", fragte Frau Bohndiek unsicher.
"Luchse gibt es überall", erklärte Kai.
"Und kriegen sie die Klappe vom Hühnerstall auf?"
Kai hatte sich erhoben und untersuchte die Tür.
"Diese Klappe kriegen sie immer auf. Luchse kommen noch ganz woanders rein."
"Das geht aber nicht", sagte Frau Bohndiek.
Sie nahm den Eierkorb und ging ins Haus. Sie hielt ihn ganz fest, als könnte das diebische Tier noch in der Nähe sein.
"Wir haben beim Kinderheim einen Luchs", sagte Kai zu Manuel. "Er stiehlt Eier. Er macht sich allein die Hühnerklappe auf."
Manuel ärgerte sich über Kai. Er wusste gar nicht, warum. Aber es hatte ihn schon gestört, als dieser wie ein Fährtenhund auf dem Boden entlangkroch.

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