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Durch Urwald und Dünensand


Durch Urwald und Dünensand

Aus Naturschutzgebieten und Nationalparks der CSSR, der VR Polen und der DDR
1. Auflage

von: Wolf Spillner

6,99 €

Verlag: Edition Digital
Format: PDF
Veröffentl.: 26.04.2015
ISBN/EAN: 9783956553417
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 240

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Für dieses Buch ist Wolf Spillner fast dreißigtausend Kilometer gefahren und viele Hundert Kilometer gewandert und geklettert. Bekannte und unbekannte Pflanzen und Tiere in geschützten Landschaften wollte er beobachten und fotografieren, um darüber berichten zu können. So kam er in verschiedene Naturschutzgebiete und Nationalparks in der Volksrepublik Polen, in der CSSR und in der DDR. Von den Seen der wilden Gänse und seltenen Schwarzhalstaucher seines mecklenburgischen Dorfes, über die im Frühjahr und Herbst die Seeadler fliegen, ist er zu den scheuen Wisenten gefahren und vor ihnen davongerannt. Durch glutheißen Sand der Wanderdünen an der Ostsee ist er gestapft und durch den Sommerschnee der Hohen Tatra, dort, wo die Karpatengämsen leben. In den regennassen Waldbergen der Bieszczady hat er den Schwarzstorch auf seinem Nest gesehen und die seltene, kleine Orchidee Korallenwurz auf der Insel Rügen. Unter der Tarnkappe seines Versteckzeltes hat er mit Notizbuch und Kamera auf Bäumen und im Sumpf, zwischen Felsgeröll und im Schnee gesessen, um die scheuen Tiere zu belauschen und Bilder von ihrem Leben für dieses Buch zu sammeln. Das war nicht immer leicht. Aber es war immer schön, denn viele freundliche Menschen, die sich in den Reservaten und Nationalparks um den Schutz der Natur sorgen, haben ihm sehr geholfen. Nur so konnte dieses Buch im Laufe einiger Jahre entstehen. Spillner hat viel von der Schönheit der Natur gesehen und doch nur einen Teil vom Reichtum unseres blauen Planeten.
INHALT:
Zum Beginn
Möwen, Taucher, wilde Gänse
Bergwald am Meer
In den Dünen läuft die Zeit
Im Urwald von Bialowieza
In den fernen blauen Bergen
Der Riese TANAP
Wo die Elbe geboren wird
Das Meeresboden-Gebirge
Für dieses Buch ist Wolf Spillner fast dreißigtausend Kilometer gefahren und viele Hundert Kilometer gewandert und geklettert. Bekannte und unbekannte Pflanzen und Tiere in geschützten Landschaften wollte er beobachten und fotografieren, um darüber berichten zu können. So kam er in verschiedene Naturschutzgebiete und Nationalparks in der ...
Zum Beginn
Möwen, Taucher, wilde Gänse
Bergwald am Meer
In den Dünen läuft die Zeit
Im Urwald von Bialowieza
In den fernen blauen Bergen
Der Riese TANAP
Wo die Elbe geboren wird
Das Meeresboden-Gebirge
Geboren 1936 in Herzberg am Harz, ist ein deutscher Autor und Fotograf
Aus seinem Geburtsort zog seine Mutter mit ihm in ein winziges Holzhaus am Rande der Lüneburger Heide, als er 13 Jahre alt war. Mit 16 Jahren wurde er Waise. In Mainz war er mehrere Jahre Volontär einer naturwissenschaftlichen Jugendzeitschrift. Als die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland akut wurde, übersiedelte er 1955 in die DDR. Er war in Schwerin etliche Jahre als freier Bildreporter tätig. Auch wurde er für acht Jahre Betonfacharbeiter und nutzte seine Freizeit, um Material für seine ersten Bücher zu erarbeiten. Ab 1967 freiberuflich als Autor und Fotograf tätig. Er wohnte zwei Dutzend Jahre in einem 17-Seelen-Dorf zwischen Wismar und Schwerin in der Naturlandschaft Mecklenburgs am Dambecker See. Heute lebt Wolf Spillner in Ludwigslust.
Spillner arbeitete zunächst als Journalist. Später betrieb er ornithologische Studien und galt als einer der profiliertesten Naturfotografen der DDR. Dabei widmete er sich insbesondere der Beobachtung des Sozialverhaltens koloniebrütender Vögel. Beeinflusst von Werner Lindemann wurde er Mitte der 1970er Jahre zum Autor von Kinder- und Jugendbüchern, von denen einige auch verfilmt wurden. Sein bekanntestes Buch Taube Klara wurde in 8 Sprachen übersetzt und 1991 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Seit einigen Jahren hat er sich der digitalen Fotografie zugewandt, sowie per Fahrrad und Kajak Nordamerika, Nordskandinavien, Neuseeland und Jakutien bereist.
Die Plattform, auf der sich die Basteibesucher über der Elbe drängen, lag einst unter Wasser. Sie war ein Stück Meeresgrund, als sich im Norden unseres Landes der Kalkschlamm im warmen Kreidemeer absetzte, der nun nach 75 Millionen Jahren als Kreidefelsen hoch über der Ostsee aufragt. Die Felsen der Sächsischen Schweiz entstanden etwa zur selben Zeit durch mächtige Sandablagerungen im Meer. In Millionen von Jahren wurden sie zu Stein. Doch der Sandstein in seinen unterschiedlichen Schichten mit zwischengelagerten Tonen war unterschiedlich hart. Als das Meer längst verschwunden war, konnte er später den Kräften des Gletschereises und den gewaltigen Schmelzwassermassen nur wenig widerstehen. Eis und Wasser formten die Landschaft aus, hobelten den weicheren Sandstein fort, und die Elbe, ihre Nebenflüsse und Bäche fraßen sich tiefer und tiefer in den ehemaligen Meeresgrund. Auf den weiten Ebenen über dem Elbtal, die in der letzten Kaltzeit vom Wind mit Lehmstaub bedeckt und somit sehr fruchtbar wurden, sind nur die härtesten Sandsteinblöcke erhalten geblieben. Als Tafelberge sind sie deutlich sichtbare Marken in der weiten Landschaft, stehen sie als große, oben abgeplattete Kegel in den Ebenheiten - der Lilienstein, Königstein, Zschirnstein, Papst- und Pfaffenstein und andere. Der Lilienstein ist der schönste unter ihnen. Er ist 415 Meter hoch.
Alle Tafelberge als Reste der Sandablagerung im Kreidemeer liegen auf der linken Elbseite. Auf der rechten Elbseite ist weniger fortgewaschen worden. Dort ragen die zerklüfteten Felsreviere auf, die früher von wilden Wäldern durchsetzt und überzogen waren. Das ist das Reich tiefer, feuchter und dunkler Schluchten, in denen düstere Fichten stehen, wo Leber- und Laubmoose und Farne in großer Artenfülle wachsen. Keine andere Landschaft unserer Heimat ist so reich an Farnen wie das Elbsandsteingebirge. Hier sind Straußfarne, Rippenfarn und Mondraute, Engelsüß, die seltene Hirschzunge und viele andere Arten zu finden. Man muss sich nur ein wenig auskennen und die Augen offenhalten. Die Besonderheiten wachsen oftmals dicht an den Wanderwegen, so wie die Orchideen im Naturschutzgebiet Jasmund auf der Insel Rügen.
Die flachen Schotenfrüchte der Mondviole kann man finden, die als Silberblätter im Tal der Polenz von der Sonne durchleuchtet werden. Weiter oben an diesem Bachlauf, den auch die Wasseramsel bewohnt, blühen im Frühjahr Tausende und aber Tausende von Märzbechern. Sie legen einen weißen Teppich über die Wiesen, wenn die Pestwurz am Bach ihre rötlichen Blütenstände den pelzigen Hummeln anbietet. Dann kreisen über den Schluchten und Wipfeln mit hellem Schrei die Mäusebussarde. Sie bauen in den Wäldern ihre Horste und fliegen auf die umliegenden Feldfluren zur Jagd. Sperlingskauz und Uhu sind in den dichten Wäldern und Felsrevieren zu Hause und führen ein heimliches, stilles Nachtleben, ihre Nistplätze sind streng geschützt, in ihre Brutgebiete führen keine Wanderwege. Sie sind so selten und kostbar, dass sie nicht gestört werden dürfen. Daher sind die Felsgebiete, an denen die Uhus nisten, auch für alle Bergsteiger gesperrt. Ihnen stehen 970 andere Klettergipfel mit 7000 verschiedenen Aufstiegen unterschiedlichster Schwierigkeit zur Verfügung. Das Felsklettern im Elbsandsteingebirge erfordert Überlegung, Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer. Dieser Sport darf aber nicht zulasten der frei lebenden Tierwelt betrieben werden.
Im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz und seinen Naturschutzgebieten habe ich keine Verbotstafeln gesehen, wohl aber gut ausgeschilderte Wanderwege. Sie sind gepflegt und schön, und in den steilen Felsschluchten sorgen Stahltreppen und Leitern dafür, dass auch Wanderer, die keine guten Kletterer sind, jene Grate und Felstürme erreichen, von denen sie die steilen Schluchten und Kessel übersehen und einen weiten Blick über das Land genießen können. Die markierten Wanderwege haben eine Gesamtlänge von mehr als tausend Kilometern. Sie führen durch die schönsten Gebiete, sparen aber auch einige Partien aus, um dem Wild und seltenen Vögeln ungestörte Rückzugsgebiete zu erhalten. Durch die Vielzahl der Wege wird der Strom der Wanderer so verteilt, dass die Landschaft keinen Schaden nimmt. Da gibt es Haupt- und Nebenstrecken und auch Wege, die benutzt werden dürfen, obwohl sie nicht eigens ausgewiesen sind. Man kann sich aussuchen, wo man wandern möchte.

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